Praxis für Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik, Schlafmedizin, Psychoonkologie, Psychotherapie, Flugmedizin und Reisemedizin

Schlafmedizin

So sind wir seit mehreren Jahrzehnten eine Schwerpunktpraxis für Diagnostik und Therapie aller Arten von Schlafstörungen und schlafassoziierte Erkrankungen.

Hierzu gehören insbesondere das Schlaf-Apnoe-Syndrom, Schnarchen, das restless-legs-Syndrom (RLS), alle Formen von Schlafstörungen (Insomnie, Hypersomnie), Narkolepsie (mit oder ohne Kataplexie) sowie Probleme mit Müdigkeit unklarer Genese u.v.m.

Im Gegensatz zu den meisten Schlaflabors befassen wir uns mit allen Arten von Schlafstörungen und eben nicht nur mit nächtlichen Atemstörungen.

Die Insomnien (Schlafstörungen) überwiegen die Zahl der Schlafapnoe-Patienten deutlich. Da mutet es schon erstaunlich an, dass sogar schlafmedizinische tätige Kollegen die Frage, ob sie Schlafmittel verordnen, verneinen! Diese Patienten werden dort schlicht nicht behandelt. Und in einigen der Schlaflabors ist der Leiter/die Leiterin nicht einmal Arzt/Ärztin, schon gar nicht mit der Zusatzbezeichnung Schlafmedizin (dies ist die einzige ärztliche Qualifikation im Bereich der Schlafmedizin, verliehen nach entsprechender Weiterbildung von der jeweiligen Ärztekammer).

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Psychotherapie

Die Betreuung psychisch Kranker ist der Schwerpunkt unserer Praxis. Zu unseren Standardtherapieverfahren gehört bevorzugt die Verhaltenstherapie.

Schwerpunkte hier sind psychosomatische Störungen, Angsterkrankungen, depressive Erkrankungen, Zwangsstörungen sowie psychische Probleme bei schweren körperlichen Erkrankungen wie Tumoren (z.B. Psychoonkologie). Bei all diesen Krankheitsbildern wird parallel meist auch eine medikamentöse Behandlung erforderlich sein, die gleichfalls in unserer Praxis begonnen und fortgeführt wird.

  • Herr Dr.med. Dr.rer.soc. Dipl.-Psych. Gismar Ziegler ist als Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie zugelassen für Verhaltenstherapie und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, außerdem als Kinder- und Jugendlichentherapeut approbiert (psychologischer Psychotherapeut, KJP). Aufgrund der langjährigen praktischen Erfahrung und der wissenschaftlichen Tätigkeit ist Herr Dr. Dr. Ziegler Supervisor und Lehrtherapeut sowie als Gutachter für die Genehmigung der Psychotherapieanträge (für Verhaltenstherapie) berufen (von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung KBV). 
  • Frau Dipl.-Psych. Cathrin Stoffer ist approbierte psychologische Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie. 
  • Frau Dr.med. Martina Scham ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Psychoonkologie. 

Informationen zu Störungsbildern und Behandlungskonzepten

Organisch bedingte Schlafstörungen

Schlafstörungen sind häufige Erkrankungen. Oftmals treten sie nur vorübergehend auf und sind damit weitgehend harmlos. Häufig sind Schlafstörungen im Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung zu finden, quasi als deren Symptom. Seit der rasanten Entwicklung der Schlafmedizin, seit rund 30 Jahren, kennen wir aber auch eine Reihe organischer Ursachen von Schlafstörungen. Hierzu gehört vor allem die Schlaf-Apnoe (nächtliche Atemstillstände), gar nicht so selten ist auch das „restless-legs-Syndrom” (unruhige Beine). Der Schlaf-Apnoe kommt wegen der Schwere, ihrer Folgeprobleme und wegen ihrer Häufigkeit eine ganz besondere Bedeutung zu.

Die Risiken einer nicht behandelten Schlaf-Apnoe, die sich oftmals nur hinter Schnarchen verstecken kann, sind meist gravierend. Die Entstehung eines hohen Blutdrucks, gehäuft Herzinfarkte und Schlaganfälle, Leistungsknick, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, völlig ungenügende Schlafqualität, vermehrt nächtliches Wasserlassen mit Unterbrechungen des Schlafs, sexuelle Probleme, Depressionen, gravierende Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, Verlust des Arbeitsplatzes, Partnerprobleme, Verlust der Fahrtauglichkeit und viele weitere Probleme sind nur wenige Beispiele für die möglichen Folgen einer nicht behandelten Schlaf-Apnoe.

Für Patienten mit einem erhöhten Blutdruck, Zustand nach Herzinfarkt oder Vorboten eines Schlaganfalls (sog. TIA [transitorische ischämische Attacke] oder PRIND), erst recht aber nach einem Schlaganfall ist die Diagnostik einer Schlaf-Apnoe im Grunde obligat. Jeder Patient mit einem schwer einstellbaren Bluthochdruck muss polygraphisch auf eine Schlaf-Apnoe hin untersucht werden.

Für viele Partner sind die Nächte neben einem Apnoe-Patienten oder einem Schnarcher reine Horror-Nächte!

Aber auch reine Schlafstörungen (Insomnien) stellen oft größere Problem dar als zunächst gedacht. Wir wissen heute sehr genau, dass aus chronischen Insomnien häufig Depressionen entstehen.

Der Verlust an tiefem Schlaf führt zu einer Vielzahl von Folgeproblemen wie Tagesmüdigkeit, Fehlzeiten, erhöhtem Unfallrisiko und letztlich sogar zu eingeschränkten Abwehrkräften des Körpers aufgrund reduzierter Immunfunktionen.

Angst/Depressionen

Beide Krankheitsbilder sind die häufigsten psychischen Störungen überhaupt. Nach verlässlichen wissenschaftlichen Untersuchungen leiden rund 20 Prozent der Patienten einer Allgemeinpraxis unter diesen psychischen Problemen. Oftmals werden sie nicht erkannt oder zumindest nicht sachgerecht behandelt. Vielfach werden sie tabuisiert, da psychisch krank zu sein noch immer mit dem Gefühl eines Makels oder eines Versagens verbunden ist.


Diese Einschätzung ist falsch. Psychische Krankheiten sind nicht Ausdruck eines persönlichen Versagens oder einer Schwäche. Sie entstehen meist multifaktoriell auf der Basis einer organischen Neigung in Verbindung mit übermäßigen Belastungen und mangelhaft ausgeprägten Bewältigungsmöglichkeiten.
Die moderne Medizin bietet eine Vielzahl sehr wirksamer therapeutischer Hilfen. Im Vordergrund steht dabei immer das ärztliche Gespräch, meist flankiert durch eine medikamentöse Behandlung.

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ADS/ADHS bei Kindern – ADS/ADHS bei Erwachsenen

Ein wichtiger Schwerpunkt der Praxis war über mehr als 20 Jahre die Diagnostik und Behandlung des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms (ADS/ADHS).
Hier führten wir u.a. psychologisch-pädagogische Untersuchungen, Beratungen, Psychoedukation und alle derzeit wissenschaftlich akzeptierten (Evidenz basierten) Maßnahmen durch.
Oft wird in der Öffentlichkeit suggeriert, dass eine Behandlung des ADS/ADHS nicht erforderlich sei. Vielfach ist zu hören, diese Störung sei eine Modekrankheit. Dies ist schlicht falsch. Bereits vor über 150 Jahren erschienen die Berichte und Skizzen zum Struwwelpeter und Zappelphilipp.
Ggf. gibt es eine Zunahme der Diagnosehäufigkeit, vielleicht auch der Auftretenswahrscheinlichkeit von ADS/ADHS. Welche Ursachen dem zu Grunde liegen können, ist letztlich unklar und bleibt spekulativ. Sicherlich spielt das wachsende Gesundheitsbewusstsein vieler Menschen eine erhebliche Rolle, bei kindlichen Problemen auch an ADS/ADHS zu denken. Auch werden Lehrer heute intensiver geschult, bei „Lernstörungen” nach Ursachen zu suchen.

Vor allem aber trägt das sehr viel bessere Wissen der Ärzte dazu bei, dass heute Diagnosen früher und öfter gestellt werden. Ursächlich mag sein, dass sich die Alltags- und Lebenssituation vieler Kinder stark geändert hat. Ein klassisches Beispiel sind heute die Reizüberflutungen durch die Medien (Fernsehen, Werbung, Computerspiele), verbunden mit weniger Zeit und weniger Zuwendung. Hier sind Zusammenhänge mit der Zunahme der ADS-Problematik doch sehr wahrscheinlich.

Es ist aber auch eine Tatsache, dass wir weiterhin von einer Unterversorgung der ADS-Betroffenen ausgehen müssen. Nach wissenschaftlichen Daten (Verordnungsanalyse der Krankenkassen) erhalten nur 25 Prozent der ADS-Kinder Methylphenidat.

Aber Erklärungen zu haben oder Ursachen zu kennen, bedeutet noch lange keine Hilfe.

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Eine Erklärung ersetzt weder Diagnostik noch Therapie!