Praxis für Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik, Schlafmedizin, Psychoonkologie, Psychotherapie, Flugmedizin und Reisemedizin

Facharztpraxis für Allgemeinmedizin

Vorbemerkung: Im Sommer 2012 verlangte die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KV) Änderungen auf unserer Website. Sie war mit etlichen der kritischen Äußerungen nicht einverstanden. Dies ist aus mehreren Gründen bemerkenswert:

  • Zunächst ist es sehr erstaunlich, dass bei der KV angestellte Juristen die Zeit (oder die Aufgabe?) haben, die Websites ihrer Mitglieder inquisitorisch zu lesen. Offensichtlich hat die KV aus den Geldern ihrer Mitglieder so viel übrig, sich diese Schnüffelei leisten zu können. Aber wir freuen uns natürlich, dass einflussreiche und leitende KV-Angestellte unsere Website besuchen; vielleicht können sie hier noch etwas lernen.
  • Gleichzeitig zeigt dieses Ansinnen ein merkwürdiges Verständnis von Meinungsfreiheit und Demokratie, es ist ein armseliges Verhalten, das den Geist der Unfreiheit ausdrückt!
  • Artikel 5 Grundgesetz regelt die Meinungsfreiheit, ein sehr hohes Gut. Dass eine Körperschaft des öffentlichen Rechts viele Male versucht hat und weiter versucht, diese Meinungsfreiheit zu unterdrücken, ist schon unglaublich.
  • Jeder niedergelassene Arzt arbeitet freiberuflich; er ist weder angestellt noch beauftragt! Dies hat im Jahre 2012 der Bundesgerichtshof eindeutig klargestellt. Offensichtlich hat die KV dies noch immer nicht verstanden. Und so lässt sich auch die Meinungsfreiheit nicht durch Restriktionen der KV abschaffen.
  • Unsere KV ist nicht willens oder in der Lage, Bescheide innerhalb der gesetzlichen Frist zu erstellen. Einer Auflage (Urteil gegen die KV) des Bundessozialgerichts zur Neubescheidung von Abrechnungen aus dem Jahre 2005 ist die KV erst nach einer Beschwerde beim Sozialministerium im Herbst 2013 nachgekommen. Ein Auskunftsersuchen in dieser Sache wurde weder beantwortet noch bearbeitet, hier hat das Sozialgericht die KV wegen Untätigkeit verurteilt.
  • Ein Widerspruch gegen das Regelleistungsvolumen vom 28. Dezember 2008 wurde mit Datum vom 2. Mai 2013 beschieden, d.h. nach 4 1/2 Jahren! Fristen einhalten? Korrekt arbeiten? Fehlanzeige!
  • Auch im Jahr 2018 wurde eine Untätigkeitsklage gegen die KV vom Sozialgericht Stuttgart positiv beschieden. 
    Sollen solche Verwaltungsleute und Juristen bestimmen, wie Medizin gemacht wird?

Als Facharzt für Allgemeinmedizin verfügt Dr. Dr. Gismar Ziegler über 30 Jahre Erfahrung in allen allgemeinärztlichen Fragestellungen, Aufgaben und Problembereichen. Der Schwerpunkt der Praxis liegt aber auf dem Gebiet der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie sowie der Schlafmedizin.

Dies ist vor allem der unsäglichen Politik (Gesundheitspolitik genauso wie Politik der KV) geschuldet, die die Allgemeinmedizin kaputt gespart hat.

Ein Beispiel für die völlig unverständliche Politik ist die Laborverordnung vom Oktober 2008, die regelt, dass die niedergelassenen Ärzte für ihre Laborleistungen keinerlei Honorar mehr erhalten.

Welchen Sinn diese Regelung hat, bleibt völlig offen. Im Klartext bedeutet dies, dass die Ärzte Aufwand und Kosten haben, aber hierfür nicht bezahlt werden. Im Gegenteil, bei einer Überschreitung der veranlassten Laborleistungen werden die Ärzte in Regress genommen, was nicht anderes bedeutet, als dass die Ärzte die Laborleistungen auch noch selbst bezahlen.

Diese Laborverordnung ist im Grunde Enteignung!

Diese Regelung führt automatisch dazu, dass nötige Blutuntersuchungen unterbleiben, was nicht zu einer besseren Patientenversorgung beitragen wird. Andererseits führt eine solche Regelung automatisch zu erhöhten Kosten für die Versicherten.

Weiterhin ist es eine Tatsache, dass sowohl die Zahl der Patienten budgetiert ist, als auch die Zeit, die wir pro Patient pro Tag aufwenden dürfen, wie auch die Zeit insgesamt im Quartal.

Als wäre Krankheit planbar?

In dieser Pauschale, dem Regelleistungsvolumen (RLV), sind nahezu alle Leistungen enthalten, wie diagnostische Maßnahmen, somatische Untersuchungen, Beratungen, technische Leistungen wie Lungenfunktion, EKGs, etc.

Die zusätzlich abrechenbaren Leistungen aus der psychosomatischen Medizin sind so eng budgetiert, dass sie gleichfalls nur sehr eingeschränkt abgerechnet werden können.

Über dieses RLV und das Individualbudget hinaus erbrachte Leistungen werden nicht vergütet.

Jeder Arzt hat zusätzlich ein Zeitlimit, das er abrechnen darf. Dies bedeutet, hinter jeder Leistung steht eine sog. "Prüfzeit", die maximal 12 Stunden pro Tag betragen und im Quartal nicht über 780 Stunden hinausgehen darf.

Das Zeitlimit der sog. "Prüfzeit" stimmt mit der Zeit, die der Arzt dem Patienten zur Verfügung steht, nicht überein. Am Beispiel der Psychotherapie wird dies besonders deutlich: Die Zeit mit Patient beträgt 50 Minuten, die Prüfzeit sind aber 70 Minuten. Der Rest von 20 Minuten, so verfügt es das Gesundheitssystem, dient der Dokumentation, oder besser dem Leerlauf! 

Sogar ein Institut, das den Krankenkassen nahe steht, hat mittlerweile festgestellt, dass diese Zeitansätze der Prüfzeiten um durchschnittlich 30 Prozent überzogen sind (sog. IGES-Expertise im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes, Berlin 2010).

Die Realität der Arbeitszeit eines Arztes ist deutlich anders als die Prüfzeit. Zugestanden werden einem Arzt reale Arbeitszeiten von höchstens 40 Stunden pro Woche (realistisch sind 32 Stunden). Die darüber hinaus erbrachten Arbeitszeiten werden nicht vergütet.

Verbale Äußerungen führender KV-Funktionäre tönen zwar anders, die Realität ist aber, dass diese Prüforgien nicht ausgesetzt sind, sondern weiter praktiziert werden.

Dieses System ist schlicht Planwirtschaft, oder besser gesagt Staatsmedizin!

Verglichen mit einer Autowerkstatt ist diesem Staat die Quartalsleistung eines Hausarztes weniger wert als die Arbeitsstunde eines Automechanikers.

Dies bedeutet, dass ein Arzt im System der gesetzlichen Krankenversorgung auch nur eine Regelleistung erbringen kann und wird.

Was ist das für eine Demütigung und Herabsetzung ärztlicher Leistungen, welche Wertschätzung erfahren wir Ärzte in diesem System?

Dasselbe gilt für die Budgets, die uns Ärzten vorgegeben werden. Die Arzneimittelbudgets sind so eng, dass eine kleine, aber spezialisierte Praxis keine Chance hat, schwer oder chronisch Kranke angemessen zu betreuen. Ausnahmen, die das System zulassen könnte, werden nicht gewährt. So hat eine Wirtschaftlichkeitsprüfung (wann ist Medizin wirtschaftlich?) dazu geführt, dass wir zeitweilig keine Narkolepsiepatienten mehr behandeln können. Die Medikation ist dem Ausschuss resp. den Krankenkassen "zu teuer"!

In einer Sitzung des Beschwerdeausschuss dazu (Androhung eines Regress über rund € 130.000,–) war der Vorsitzende, ein pensionierter Richter, erst im dritten Anlauf mit den richtigen Akten versorgt, zuvor hatte er zweimal die Praxis verwechselt. Der Ausschuss selbst war nicht kundig u.a. über den Zulassungsstatus meiner Praxis (Doppelzulassung und damit unkalkulierbare Arzneimittelrichtgröße) und auch nicht willens, das zu klären.

Damit geschehen hier, wo es um die Versorgung vieler chronisch Kranker geht, gravierende formale Fehler, die nicht einmal ansatzweise korrigiert werden.

Fragen wie "Weshalb haben Sie so viele Narkolepsie-Patienten" an mich gerichtet, der ich seit 30 Jahren schwerpunktmäßig diese Patienten betreue, sprechen nicht für eine besonders große Klugheit des Beschwerdeausschuss. Dass die meisten schlafmedizinischen Zentren Narkoleptiker so gut wie nicht behandeln, mag ja genau darin seine Gründe haben, dass die Patienten sehr teure und spezifische Verordnungen benötigen.

Leider haben sich weder die Bezirksärztekammer noch die Landesärztekammer um Lösungen bemüht; die Landesregierung hat nach Anmahnung einer Antwort nach vielen Monaten festgestellt, dass juristisch alles in Ordnung sei! Über die Probleme nachdenken? Fehlanzeige!

Es sollte jedem klar sein, dass Schwerpunktpraxen Schwerpunkte haben, deswegen sind sie ja Schwerpunktpraxen. Und über solche Tatsachen sollte nicht gestritten werden müssen. Oder müssen wir erklären, warum Rheumazentren viele Rheumatiker behandeln? Aber hier denken Funktionäre eben falsch, sofern sie überhaupt denken und nicht nur ideologisch handeln.

Diese Probleme, z.B. mit den Arzneimittelbudgets, sind auch den großen Zeitschriften bekannt. Damit aber mag man sich dort (z.B. Stuttgarter Zeitung) nicht beschäftigen, die von mir schriftlich informiert wurde. Besonders kritisch ist daher die Rolle der Presse zu sehen, die kaum einen Versuch auslässt, die vermeintlich zu hohen Honorare der Ärzte anzuprangern. Mittlerweile, da Ärzte nicht mehr so lange und so viel arbeiten dürfen, wird die vermeintlich zu geringe Arbeitszeit beklagt.

Genau das aber haben die Krankenkassen und alle beteiligten Bürokraten, auch die KV, doch gewollt?

Und jetzt, da ein Mangel an Ärzten deutlich wird, tun alle Beteiligten so, als sie hätten sie es nicht gewusst. Dies nennt man pharisäerhaft oder doppelte Moral! Anhaltend werden unsere Leistungen budgetiert, formal nennt man das quotiert. Die sog. "freien Leistungen" (dazu gehören die Erhebung der Anamnese ebenso wie die Grundgebühr, in der z.B. Blutentnahmen, EKGs und allgemeine Beratungen enthalten sind) werden grundätzlich um rund 20 Prozent gekürzt. Der Kostenersatz für Briefe liegt bei € 0,55 – Alleine das Porto liegt aber bereits bei € 0,70! Noch Fragen?

Zukunft der Allgemeinmedizin?

Negativ: Meine Praxis ist schwerpunktmäßig eine Facharztpraxis für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, für die Erbringung schlafmedizinischer Leistungen besteht eine Zulassung für Allgemeinmedizin.

Selbstverständlich sind wir aber privatärztlich für alle Patienten in vollem Umfang weiterhin tätig.

Impfberatung/Impfungen:

Wir bieten alle relevanten Impfberatungen und Impfungen an, auch oder besonders in der Reisemedizin. Die Praxis ist zugelassen als Gelbfieberimpfstelle.

Selbstverständlich erstellen wir einen aktuellen Immunstatus und beraten Sie darauf basierend bezüglich der für Sie erforderlichen Impfungen. Dies ist sinnvoll, um "Über"-Impfungen zu vermeiden. Viele Menschen sind aufgrund etlicher Impfungen oder durch ausgeheilte Erkrankungen immun, ohne es zu wissen. Hier ist es sinnvoll, durch eine Blutentnahme einen aktuellen Immunstatus zu erheben und auf dieser Basis individuell den Impfplan zu erstellen.

Im Gegensatz zu diversen Impfstellen, die weder eine Kassenzulassung haben oder an ein Labor angeschlossen sind, bieten wir durch die Präsenz der täglichen Öffnungszeiten und entsprechende Einrichtungen eine umfassende Impfberatung sowie einen aktuellen Impfstatus, individualisiert aus dem Blut gewonnen.

Wir bieten folgende Impfungen an:

  • Cholera oral (Schluckimpfung)
  • Diphtherie (für Jugendliche und Erwachsene)
  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), meist durch Zecken übertragen
  • Gelbfieber (Zulassung als Gelbfieberimpfstelle)
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Japanische Enzephalitis
  • Masern-Mumps-Röteln
  • Meningokokken-Meningitis (Mencevax ACWY)
  • Polio
  • Tetanus
  • Tetanus-Diphtherie
  • Tetanus-Diphtherie-Pertussis
  • Typhus oral (Schluckimpfung)
  • Tollwut präexponentiell
  • Malariaberatung

Patienten, die gegen Gelbfieber geimpft werden wollen, müssen zu einer kurzen Beratung in die Sprechstunde kommen, wo sie anschließend ein Rezept erhalten. Der Impfstoff ist in der Apotheke zu besorgen. Mit dem Impfstoff kommen Sie dann bitte in die Praxis, werden geimpft und müssen danach rund 30 bis 60 Minuten in der Praxis verweilen.

Zur medizinischen Reiseberatung gehört dann auch die Verordnung einer Reiseapotheke nebst entsprechenden Instruktionen.